Kant. Musikfest Aarwangen

Pit Stop Aarwangen

Verfasst von: Simea Hurni

Für den heutigen Tag übten wir mit grosser Vorfreude, viele Proben und ein intensives Probewochenende. Zum einen das Aufgabestück „Pit Stop at Purgatory“ (Deutsch: Boxenstopp im Fegefeuer) von Ludovic Neurohr und unser Selbstwahlstück „Milford Sound“ von Roger Derongé. Und natürlich übten wir auch Marschmusik mit den beiden Märschen „La Berra“ und „Slaidburn“.

Am Samstag den 14. Juli um halb elf, fuhren wir mit „unserem“ Extrapostauto los nach Aarwangen. Als wir dort ankamen und unsere Instrumente im Depot verstauten genossen wir den Empfang mit Getränken und Züpfe. Danach gingen wir Mittagessen und anschliessend, um fünf nach eins, wurde ausgelost um welche Zeit wir spielten. Unser Los = 15.45. Das reichte noch um einen Konzertvortrag von einer Musik aus unserer Kategorie zuzuhören. Es war spannend zuzuhören wie jede Band das gleiche Stück anders umsetzte. Dann gingen wir unsere Instrumente holen und ins Einspiellokal einspielen. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit. Jonas wärmte uns mit Atemübungen auf und unser Dirigent, Stefan Kurzo machte das Einspiel. Dann liefen wir zur Aula, unserem Vortragslokal. Die Noten auf den Ständer, die Musikanten auf der Bühne. Die Ansage gehalten, dann klingelte das Glöcklein der Jury als Zeichen, dass die Juroren bereit sind um den nächsten Vortrag zu bewerten.

Der Auftritt

Es war grossartig auf dieser Bühne zu spielen! Zuerst spielten wir das Aufgabestück und als zweites das Selbstwahlstück. Es machte sehr Freude das gelernte der letzten Wochen umzusetzen und hier dem Publikum und der Jury zu präsentieren. Die Emotionen und die Gefühle waren einzigartig und unvergesslich. Vielen von uns, oder gar allen schien es als hätten wir noch nie eine so gute Version vom Pit Stop at Purgatory gespielt wie heute, und die Reaktion des Publikums verstärkte diese Gedanken nochmals. Die Leute jubelten und klatschten laut und standen blitzartig auf. Nach diesem tollen Auftritt und der überwältigenden Reaktion des Publikums, waren wir alle super gut gelaunt.

Die Parademusik

Wir liefen alle zusammen zur Paradestrecke. Zwei Musikformationen standen bereit während eine gerade bewertet wird. Als Platz frei wurde stellten wir uns auf. Mit Schritten mass der Dirigent die Abstände, richtete uns aus und sagte ob wir etwas nach vorne oder nach hinten stehen müssen. Alles muss perfekt aussehen darum putzten und polierten wir vorher auch noch unsere Schuhe. Dann konnten wir beginnen immer unter genauer Beobachtung des Experten. Am Ende der Strecke erwarteten uns schon Getränke und über den Lautsprecher erfuhren wir wie viele Punkte wir erreicht haben, 99.5! Mit drei anderen Musikgesellschaften teilten wir uns den 6. Platz. Danach gingen wir zurück zum Festzelt und assen Abendessen. Später hatten wir noch den Fototermin. Der Fotograf sagte uns genau wie wir uns aufstellen sollten und korrigierte bis alles perfekt war für das Foto.

Die Rangverkündigung

Vom 7. Platz wurde bis zum 24. Gelesen und erst dann vom 6. bis zum 1.. 7. Platz, 8. Platz, 9. Platz… die Spannung war da und immer fragten wir uns kommen WIR jetzt? … 10. Platz: sind auch nicht wir! Jetzt dachten wir eigentlich alle, wir kommen dann erst ab dem 6. wieder. Aber dann, 11. Platz MG Detligen! Diese Meldung schockte und enttäuschte uns, kam für uns unerwartet und war nicht nachvollziehbar. Und noch weniger konnten wir es verstehen als wir den Jurybericht lasen… Mit unserer Version vom Aufgabestück beeindruckten wir zwar das Publikum aber offenbar nicht die Jury, denn wir bekamen deutlich weniger Punkte als bei „Milford Sound“.

Der elfte Platz enttäuschte uns. Wir hatten einfach eine höhere Erwartung, vor allem nach unserem Auftritt und den Rückmeldungen der Zuhörer. Die Stimmung unserer Band war nach der Verkündung schlagartig gekippt. Sehr untypisch für die MGD war die Lust zum Feiern nicht sehr gross. Die Laune lockerte sich aber wieder, bei den einen schneller als bei den anderen und so wurde dann trotz allem noch gefeiert.

Wir müssen dieses Ergebnis so annehmen und an die positiven Momente des Tages denken. Für mich war es das erste Kantonale Musikfest, es war ein sehr schöner Tag der mir viel Spass und Freude gemacht hat und mir in guter Erinnerung bleibt.

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