Reise Tessin

Reise der MG Detligen vom 29./30. Juni 2013

Am Samstagmorgen um 8.15 Uhr fuhren wir bei Regenwetter mit „unserem“ Carchauffeur Hannes Richtung Gotthard. Nach einem kurzen Zwischenhalt in Neuenkirch ging die Reise für die 40 MGD’ler/innen weiter. Da auch bei Regenwetter am Gotthard viel Verkehr ist, verliessen wir nach 40 Minuten Stau-Feeling in Wassen die Autobahn. Wir haben uns dann an der Spitze einer Kolone auf Andermatt und weiter auf den Gotthard gemacht. Unterwegs waren noch zwei schöne Postkutschen, wie anno dazumal, zu sehen. Auf 2091 M.ü.M. und 8 Grad konnten wir kurz Berg- resp. Winterluft schnuppern. Von da aus war unser Ziel Airolo nicht mehr weit. Am Bahnhof wurden nach einer Instruktion (das ist ein Velo… usw.) von 34 „Veloverrückten“ die 40 km lange Strecke nach Biasca unter die Räder genommen. Das Wetter hatte sich gebessert und die Temperatur war am Start sehr angenehm und am Ziel schon fast zu warm. Auf Haupt- und Nebenstrassen, Radwegen, Schotterpisten, neben und unter der Autobahn erreichte die Hauptgruppe nach zwei Stunden das Ziel. Die Schnellste hatte die Velos schon 20 Minuten früher im Bahnhofschuppen abgestellt. Bei Sonnenschein fuhren wir anschliessend zu einem Apéro im Grotto Sprüch in Ludiana. Nach einem kurzen Fussmarsch konnten wir Fleisch und Käse, sehr feinen Käse, mit Wein geniessen. Es fehlten nun noch knapp 30 km bis zu unserem Ziel in Bellinzona. Dort angekommen konnten wir in der Jugendherberge die Mehrbettzimmer beziehen und uns für das Abendessen frisch machen. Im Stadtzentrum waren in einem schönen Innenhof Tische für uns reserviert. Wenn 40 Personen aus der ganzen Speisekarte frei wählen können, kommt das Küchenpersonal arg ins Schwitzen. Die Wartezeit für Tischreihe 3 war deutlich über eine Stunde und nicht alle waren von Preis und Qualität begeistert. Als noch einige ein Dessert bestellen wollten war die Küche dann schon fast geschlossen. Die Bezahlung war auch sehr speziell, mussten doch alle beim Chef (nehme ich mal an) anstehen um das Haus schuldenfrei zu verlassen. Die meisten machten noch einen Zwischenhalt in einer Bar bevor sie dann spät, oder schon wieder früh ins Bett kamen.

Am Morgen war um 8.30 Uhr Besammlung beim Car. Alle freuten sich den warmen und wolkenlosen Tag zu geniessen. Die Fahrt sollte nach Lugano zum San Salvatore oder nach Melide ins Swissminiatur gehen. Nach kurzer Fahrt auf der Autobahn musste Hannes auf dem Pannenstreifen anhalten, da der Motor schon ins Schwitzen kam. Es wurde Wasser eingefüllt, aber es lief unten wieder raus. Gar nicht gut! Im Leerlauf konnten wir auf der leicht abfallenden Strasse bis zu einer Werksausfahrt rollen. Zum Glück ist unser Dirigent gelernter Lastwagenmechaniker und entdeckte das Leck. Der Car wurde kurzerhand ausgeräumt um Werkzeug und ev. Reparatur- oder Ersatzteile zu suchen. Tatsächlich fand sich ein Ersatzschlauch und mit Hilfe von diversen Handlangern konnte dieser Kurzomännisch ausgetauscht werden. Jetzt fehlten noch 40-50 Liter Kühlwasser. Kein Problem, ein Hydrant stand ja gleich daneben. Unser Mechaniker konnte da sogar seine verschmierten Arme wieder reisetauglich schruppen. Da wir durch diesen Zwischenfall etwa 1,5 – 2 Stunden Verzug hatten, fuhren wir gleich nach Melide. Die Besichtigung der Swissminiatur, geniessen der Sonne am See oder Mittagessen in einem Restaurant, jeder konnte selbst entscheiden. Weiter ging‘s nach Lugano um an der Seepromenade zu spazieren oder Pedalo zu fahren. Gelati und etwas gegen den Durst durfte am Nachmittag bei diesem herrlichen Sommerwetter auch nicht fehlen. Um 16 Uhr nahmen wir die 300 km unter die Räder um kurz vor 21 Uhr, natürlich mit dem obligaten Stau in Airolo und einem kurzen Zwischenstopp, in Detligen einzutreffen. Chauffeur Hannes meinte dass es mit der MG Detligen einfach nie langweilig wird und immer etwas läuft.

Einen grossen Dank an Rahel und Nadia für die Organisation.

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